27. Landessynode - Frühjahrstagung 2016

Bericht vom 11. April 2016

Arbeit in den Ausschüssen, Beratungen zu weiteren Anträgen und Tagungsende

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Die Frühjahrstagung der 27. Landessynode geht an diesem Montag zu Ende. Die 80 Mitglieder der Synode trafen sich am Morgen zur Arbeit in den Ausschüssen. Am späteren Vormittag kommen sie dann wieder zur letzten Sitzung in den Plenarsaal im Haus der Kirche zusammen:

Bischof Dr. Carsten Rentzing gratulierte zu Beginn des Plenums Gerlinde Franke mit einem Blumenstrauß zum Bundesverdienstkreuz am Bande, dass sie am 7. März 2016 von Bundespräsident Joachim Gauck verliehen bekam. Dr. Rentzing würdigte damit ihr langjähriges haupt- und ehrenamtliches Engagement. Franke ist als Leiterin der Migrationsberatungsstelle der Diakonie gGmbH Riesa-Großenhain tätig. Ebenso hat sie die soziale Betreuung der Asylbewerber im Landkreis Meißen aufgebaut. Sie ist im Ehrenamt stellvertretende Vorsitzende der Kirchenbezirkssynode des Kirchenbezirks Meißen-Großenhain und Mitglied der Evangelisch-Lutherischen Landessynode Sachsens.

Der Nominierungsausschuss legte einen Vorschlag zur Besetzung des neuerrichteten Ausschusses zur Bearbeitung von Fragen des Verhältnisses von Kirche und Diakonie vor. Nach einer Vorstellung der Kandidaten stimmte die Synode dem Nominierungsvorschlag zu.

Danach fand die Wahl der neun Mitglieder des Ausschusses statt. Gewählt wurden die Synodalen Christoph Apitz, Dr. Antje Dietsch, Andreas Eßlinger, Gerlinde Franke, Martin Henker, Katrin Hutzschenreuter, Dr. Florian Reißmann, Dr. Christoph Scheurer und Christine Unruh-Lungfiel.

Auf Antrag des Gemeindeaufbau-, Missions- und Diakonieausschusses wird das Landeskirchenamt gebeten, die Kirchgemeinden der Landeskirche über die Förderung von Gemeindeaufbauprojekten zu informieren und die bisher geförderten Projekte vorzustellen. Dabei sollte zur Beschäftigung mit diesen Projekten und zum Ausprobieren ermutigt und auf die Möglichkeit der Beratung und finanziellen Unterstützung durch die Ehrenamtsakademie hingewiesen werden.

Das Landeskirchenamt wird weiterhin gebeten, die Handreichung „Nächstenliebe leben – Klarheit zeigen“ in geeigneter Weise den Kirchgemeinden, Kirchenvorständen und lokalen Helferkreisen/Aktionsgruppen zur Verfügung zu stellen. Ebenso sollte sie allen Religionslehrerinnen und Religionslehrer im Freistaat Sachsen zugänglich gemacht werden.

Die Synode stimmte dem Antrag des Sozial-Ethischen Ausschusses zu, in dem das Landeskirchenamt gebeten wird zu überprüfen, ob die Geldanlagen bei Mikrofinanzunternehmen erhöht werden können, beispielsweise bei Oikocredit um 150.000 Euro. Damit werde das nachhaltige Wachstum gefördert. Das Ergebnis dieser Prüfung solle dem Finanzausschuss zur Herbsttagung vorgestellt werden.

Die Synodale Dr. Ines Mory berichtete aus der gemeinsamen Sitzung des Bildungs- und Erziehungsausschusses und des Theologischen Ausschusses zum Abendmahl mit Kindern. Dort wurde die Umfrage zum Stand der Einführung des Abendmahls für Kinder ausgewertet. „Sehr viele Gemeinden führen nach wie vor Gründe an, die verhindern, dass das Abendmahl mit Kindern in diesen Gemeinden eingeführt wird. Daran sollte in der Landessynode weitergearbeitet werden", so Dr. Mory.

Der Synodale Dr. Uwe Gerd Liebert informierte die Landessynode im Auftrag des Sozial-Ethischen Ausschusses über die Stellenausschreibung für eine Projektstelle. Diese soll die Kirchgemeinden im Raum Dresden bei der Profilierung im Sinne der Initiative „Anders wachsen“ begleiten. Die Beschäftigung mit der Problematik der Wohnungslosigkeit führte dazu, dass das Landeskirchenamt gegenüber dem Freistaat auf eine Aktualisierung des Sozialberichtes des Freistaates Sachsen hinwirken soll. Weiterhin ermutigt die Landessynode die sächsischen Kirchgemeinden, Einrichtungen und Werke dazu, Partnerschaften zu Gemeinden und Einrichtungen in anderen Ländern einzugehen oder bestehende Partnerschaften zu vertiefen.

In seiner Abschlussrede erinnerte Präsident Otto Guse noch einmal daran, was in dieser Tagung deutlich geworden ist: Alles ist miteinander vernetzt, sowohl in der Einen Welt als auch innerhalb unserer Kirche. Er weist darauf hin, dass die Synode auch in der Entscheidung zum Archiv zur Vernetzung beigetragen habe: „zur Vernetzung zwischen denen, die vor uns waren und denen, die nach uns kommen werden“. Mit der in der Schlussandacht formulierten Einsicht, dass wir alle auf der Durchreise sind und es dafür Herbergen zum Ankommen und Losgehen braucht, beschloss der Synodale Steffen Göpfert die Frühjahrstagung der Landessynode.

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