27. Landessynode - Frühjahrstagung 2016

Bericht vom 08. April 2016

Arbeit in den Ausschüssen und das Gespräch mit Medienvertretern

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Andacht im Kirchenraum der Dreikönigskirche

Zu einer Andacht im Kirchenraum der Dreikönigskirche trafen sich am Freitagmorgen die Landessynodalen und die an der Frühjahrstagung teilnehmenden Mitarbeiter des Landeskirchenamtes vor Eröffnungsbeginn. Die Synodalin Angela Müller aus dem erzgebirgischen Niederdorf bei Annaberg-Buchholz hielt die Andacht, in der sie um Verständnis für die schwierige Lage von geflüchteten Menschen warb. Die zunächst entfernten Konflikte seien jetzt „vor der Haustür angekommen und sie haben Gesichter“.

Es gebe jetzt Erfahrungen mit Geflüchteten, deren Geschichten vorher verdrängt worden seien. „Jetzt ist man ein Teil von ihnen“, sagte sie aus eigenem Erleben. Auch im Hinblick auf die Themensynode stelle sich die Frage, „wie wir mit der Armut in anderen Ländern und Kontinenten“ umgehen.
Zum Abschluss versammelten sich die Besucher im Altarraum zum gemeinsamen Abendmahl, bevor die Sitzung im Sitzungssaal begann.

 

 

Eröffnung der Frühjahrstagung

 Synodalpräsident Otto Guse eröffnete die diesjährige Frühjahrstagung der 27. Landessynode im ‚Haus der Kirche‘. Danach begann für die 80 Landessynodalen die Arbeit in den sechs ständigen Ausschüssen.
Vor Medienvertretern erläuterte Präsident Guse den Programmverlauf der Synodaltagung und ging auch auf die zu besprechenden Kirchengesetze ein, die einerseits mit der Vorlage zur Änderung des Kandidatengesetzes eine Verlängerung des Vorbereitungsdienstes (Vikariat) auf zweieinhalb Jahre und andererseits einen Entwurf eines Kirchengesetzes zur Ordnung des Amtes des Superintendenten zum Inhalt haben. Im letzteren soll den Veränderungen der schon längerer zurückliegenden Verfassungsreform und anderer Strukturveränderungen Rechnung getragen werden. Die Initiative dazu ging von den Superintendenten selbst aus.

Der Synodale Dr. Liebert verwies auch auf den Paradigmenwechsel, nachdem früher reformatorische Impulse aus Europa ausgingen, heute aber auch Impulse aus anderen Kontinenten zu berücksichtigen seien. Er erhoffe sich Anregungen für die Frömmigkeit, um „weiterhin lebendige Kirche zu sein“.

Landesbischof Dr. Carsten Rentzing freue sich auf die Begegnung mit den Amtskollegen aus Tansania und Ungarn. Bischof Dr. Shoo, den er persönlich kenne, werde bestimmt die Fragen nach Gerechtigkeit, von Armut und Klimaveränderung ansprechen. Das Gespräch sei auf Dialog angelegt und fuße auf eine lange Tradition von Beziehungen, die in die erste Zeit der Leipziger Missionare zurückreiche. Heute gehöre man zur lutherischen Weltgemeinschaft, in der zu klären sei, welches Verhalten, welche Folgen nach sich ziehen.

 

 

Gast aus Lettland – Pfarrer Peteris Kalks

Pfarrer Peteris Kalks reiste aus dem lettischen Liepaja an. Er arbeitet dort seit 2000 als Pfarrer an der Heiligen Dreifaltigkeitskathedrale für die Ev.-Luth. Kirche Lettlands. Neben seinen Aufgaben als Pfarrer organisiert er seit 2008 als Dekan der Diözese Liepaja die Aktivitäten des Bischofs Pavils Bruvers. Beispielsweise begleitet Pfarrer Kalks ihn bei Visitationen in den Gemeinden. Ebenso bereitet er Festgottesdienste vor, so den Gottesdienst am lettischen Unabhängigkeitstag am 18. November.

Von 1989 bis 1995 studierte Pfarrer Kalks Theologie an der Theologischen Fakultät der Universität Lettland in Riga. Bereits 1990 wurde er als Theologiestudent ordiniert, da es nicht genügend Pfarrer in der Ev.-Luth. Kirche Lettlands gab. Mit Dresden ist er eng verbunden. Während seiner Zeit als Pfarrer in Skrunda besuchte er Dresden im Rahmen einer Kirchgemeindepartnerschaft mit der evangelischen Kirchgemeinde Leubnitz-Neuostra. Auch auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag 2011 in Dresden war Pfarrer Kalks zu Gast. Er überbrachte Grüße aus Lettland, deren lutherische Kirche eine Partnerkirche der sächsischen ist.

 

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