Fördermittel und Fundraising

Fundraisingtag

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Bericht vom 16. Sächsischen Fundraisingtag und vom 13. Kirchenfundraisingtag am 5.September 2019

Beim diesjährigen 16. Sächsischen Fundraisingtag und dem 13. Kirchenfundraisingtag der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens standen der Austausch und die Teilhabe an Erfahrungen in den Impulsvorträgen und den zahlreichen Workshops und Seminaren im Vordergrund.

Rund 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie Referentinnen und Referenten trafen sich an gewohntem Ort – dem Andreas-Pfitzmann-Bau mit der Fakultät Informatik der TU Dresden. Unter den Besuchern fanden sich auch haupt- und ehrenamtliche Tätige aus Kirchgemeinden, evangelischen Schulen und Kindertageseinrichtungen sowie diakonischen und caritativen Einrichtungen.

Das Seminar zum kirchlichen Fundraising wurde  von der im Landeskirchenamt zuständigen Referentin für Fördermittel und Fundraising, Dorothe Ehlig, vorbereitet und geleitet. Es widmete sich in diesem Jahr besonders der Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Fördervereinen mit unterschiedlichen Aufgaben und der Kirchgemeinde. Dazu waren neben dem Pfarramtsleiter des Ev.-Luth. Kirchspiels Radeberger Land, Pfarrer Johannes Schreiner, auch der Radeberger Kantor, Rainer Fritzsch, sowie der Vorstand des Vereines „Klanghaus – Musikschule im Ev.-Luth. Kirchspiel Radeberger Land“, Herr Dr. Stephan Koch,  und das Gründungs- und Vorstandsmitglied des  Kirchbauvereins Wachau, Herr Marcus Dankelmann, angereist.

Die Referenten aus Radeberg berichteten aus ihren ganz unterschiedlichen Perspektiven von den Herausforderungen in Vergangenheit und Gegenwart bei der Bewältigung der jeweiligen Aufgaben: ob im Kirchspiel oder im Förderverein. Pfarrer Schreiner ermutigte dazu, sich als Kirchgemeinde immer wieder Fragen zu stellen: In welchem Raum befinden wir uns? Was können wir tun: in diesem Lebens- und Glaubensraum, aber auch für diesen?  Wo liegen die Chancen und Möglichkeiten, um Stagnation, Resignation und Lähmung zu überwinden und den Raum um uns in den Blick zu nehmen? Keine Mängelverwaltung und –diskussion, sondern das anpacken, was uns vor den Füßen liegt. Dazu bedarf es starker und verlässlicher Partner, die das Kirchspiel im Laufe der Jahre und bis heute fand: Bereits 2007 gründete sich der Kirchbauverein Wachau e. V., um für den Erhalt der Kirche und des Pfarrhauses in Wachau zu sorgen. 2010 konstitutierte sich aus der Kirchgemeinde heraus der Verein „Klanghaus – Musikschule im Ev.-Luth. Kirchspiel Radeberger Land, 2015 kam der Verein „Mehrklang – Verein zur Förderung der Kirchenmusik in Radeberg“ hinzu.

Im Laufe der Zeit entwickelten sich aus Koexistenzen sinnvolle und nachhaltige Kooperationen im Raum und in der Region, nicht nur mit den Fördervereinen, sondern auch mit anderen Partnern: der kommunalen Gemeinde, anderen Vereinen usw. Und immer wieder neu stellen sich diese Fragen: Wen brauchen wir als Kirchgemeinde? Wer braucht uns als Kirche? Zeit und Vertrauen waren auf dem Weg bis zu der Erkenntnis nötig:  Zusammenarbeit gelingt zwischen selbstbewussten Partnern, Zusammenarbeit braucht Verlässlichkeit, sie bringt aber auch Verlässlichkeit.

Und so haben viele Kooperationspartner ihren Platz im oder um das Kirchspiel gefunden und bearbeiten ihre eigenen Schwerpunkte mit Kompetenz und dem eigenen Know-how: ob die Fördervereine, die evangelische Kindertageseinrichtung, eine Freie Evangelische Grundschule… In Summe unterstützen und entlasten sie das Kirchspiel aufgabenzentriert und gleichzeitig gabenorientiert. Kooperationen eingehen immer dort, wo es sinnvoll ist und wo sich Partner selbstbewusst und auf Augenhöhe begegnen. An diesen Erfahrungen mit allen Höhen und Tiefen gaben die Referenten aus Radeberg Anteil. Lesen Sie selbst in der dazugehörigen Präsentation.

Kantor Lucas Pohle aus Crostau in der Oberlausitz hingegen berichtete aus seinem mittlerweile reichen Erfahrungsschatz mit Antragstellungen und Abrechnungen im EU-Programm für den ländlichen Raum LEADER. Aufgrund der besonderen Förderschwerpunktsetzung „Erhaltung des kulturellen Erbes“ in der LEADER-Region Bautzener Oberland konnten so seit 2016 mehrere Konzerte (Weihnachtsoratorium, Magnificat  von J. S. Bach), CD-Produktionen an der Silbermannorgel Crostau als auch Fassade, Turm, Glockenstuhl und das Geläut der Kirche Crostau aus EU-Mitteln gefördert werden. Die nächsten Antragstellungen für 2020 (die aktuelle EU-Förderperiode endet mit dem Jahr 2020) sind schon in Vorbereitung.

Auch bei LEADER gilt: Selbstbewusst auf die Partner (Regionalmanagement, Bewilligungsstellen) zugehen und sich kompetente Beratung vor und während der Antragstellung und Abrechnung einholen.

Merken Sie sich dieses Datum vor: Voraussichtlich am 10. September 2020 begrüßen wir Sie gern zum 17. Sächsischen Fundraisingtag und zum 14. Kirchenfundraisingtag der Evangelisch-Lutherischen  Landeskirche Sachsens!

 

Rückblick zum 16. Sächsischen Fundraisingtag 2019 beim Fundraiser-Magazin:

Bildergalerie: Fundraisingtag 2019

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